Übersetzung / Translation Beat from Switzerland / Schweiz

Ich habe dieses gewählt, weil es mich an meine ersten Schuljahre erinnert. Die Aufgabe war, das Bild zu beschreiben und auch zu zeichnen und zu malen. Was ich damals geschrieben und gemalt habe kann ich nicht mehr finden, aber wenn ich mir das Bild anschaue, kann ich mich schon an einige Gedanken erinnern, die ich als kleiner Junge hatte.

Das Bild ist sehr detailliert gemalt, das hat mich schon damals fasziniert. Die kleinen Figuren, Schiffe und Fahrzeuge, und hinter jedem steckt eine kleine Geschichte, das hat mich schon damals sehr beschäftigt. Und wenn ich es mir jetzt anschaue, habe ich ein déja vu.

Das Bild von Lucas van Valckenborch heisst „Der Turm von Babel“ und der Ursprung ist eine biblische Geschichte. Die Menschen wollten einen Turm bauen, der bis zum Himmel reicht. Damit wollte sie berühmt werden, aber auch Macht gewinnen und alle Menschen kontrollieren. Zu jener Zeit sprachen alle Menschen dieselbe Sprache. Gott lässt den Bau nicht zu. Der Grund: Die Menschen bauten aus Hochmut und wollten selbst Gott sein.

Gott hat die Menschen aus der Stadt vertrieben, und von dem Moment an sprachen die Menschen unterschiedliche Sprachen und konnten sich nicht mehr einfach so verständigen.

Damit wurde die Kommunikation erschwert – man kann nicht sagen: Ist das ein Fluch oder ein Segen? Die Menschen waren so gezwungen, besser aufeinander einzugehen und zuzuhören und die Sprache des anderen zu lernen. Wenn man kommunizieren wollte, musste man die Sprache des Anderen verstehen. Oder war der Effekt, sich einzuigeln und nur noch mit den Menschen umzugehen, welche die gleiche Sprache haben und von den man sich verstanden fühlte? Jetzt kann man natürlich sagen, wenn wir alle die gleiche Sprache haben, versteht jeder wirklich, was ich meine, und hört der mir zu?

Die zwei Seiten haben sich nicht verändert, würde ich meinen. Fördert das Anderssein unseren Zusammenhalt auf der Erde? Oder nicht? Ich würde das gerne so stehen lassen und jedem Betrachter überlassen.

I have chosen this picture, because it reminds me on my very first school years. At that time, the task was to describe the picture and also to draw and paint it. What I wrote and painted back then, I can’t find anymore, but when I look at the picture I can already remember some thoughts I had as a little boy. The picture is painted with great love for details. This fascinates me. The little figures, ships and vehicles, behind each of them a little story is hidden, this fascinated me also before. When I look at the picture now, I have a kind of déja vu.

The painting by Lucas van Valckenborch is called “The Tower of Babel” and the origin is a biblical story. The people wanted to build a tower that reaches up to the sky. With this they wanted to become famous, but also gain power and control all people. At that time all people spoke the same language. God does not allow the construction. The reason: People built out of pride and wanted to be God themselves.

God drove the people out of the city, and from that moment on people spoke different languages and could not communicate just like that.This made communication more difficult – one cannot say: Is this a curse or a blessing? People were thus forced to listen to each other better and to learn each other’s language. If one wanted to communicate, one had to understand the language of the other. Or was the effect of isolating oneself and dealing only with people who have the same language and by whom one felt understood? Now of course you can say that if we all have the same language, everyone really understands what I mean, and is he listening to me? The two sides have not changed, I would think. Or was the effect to settle down and only deal with people who have the same language and by whom one felt understood? Now of course you can say that if we all have the same language, everyone really understands what I mean, and is he listening to me? The two sides haven’t changed, I would think. Does being different promote our cohesion on earth? Doesn’t it? I’d like to leave it as it is and leave it to any observer.

 

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